Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist die Luftverschmutzung das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Europa. Laut den neuen Leitlinien der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
- sind 79 % der wallonischen Bevölkerung schädlichen Stickstoffdioxid-Konzentrationen (NO2) ausgesetzt;
- 99 % sind Feinstaub (PM2,5) ausgesetzt;
- 100% sind dem Ozon (O3) ausgesetzt.
Um die Gesundheit der Bürger zu schützen, ist es wichtig, die Werte dieser Luftschadstoffe an jedem Punkt des Gebiets zu kennen. Genau dies wird mit dem Projekt "Microcapteurs" im Rahmen des ENVIeS-Plans vorgeschlagen[1].
Ziel dieser vom ISSeP (Institut Scientifique de Service Public) geleiteten Studie ist es, in jeder wallonischen Gemeinde eine Station zur Überwachung der Luftqualität zu entwickeln, herzustellen und zu installieren, die auf kostengünstigen Sensoren basiert. Diese Ministationen zeichnen minütlich die Temperatur, die relative Luftfeuchtigkeit, den Luftdruck, die Konzentrationen verschiedener gasförmiger Schadstoffe (Stickoxide NO und NO2 und Ozon O3) sowie Feinstaub (PM2,5) auf und übermitteln die gesammelten Messwerte nahezu in Echtzeit. Diese Messungen werden zu einem Luftqualitätsindex zusammengefasst, der über die Vollversion der Website https://wallonair.be (Menü "Live-Messungen" oben rechts, Registerkarte "Ministation") zugänglich ist.
Um eine homogene Abdeckung des wallonischen Gebiets zu erreichen, wird allen Städten und Gemeinden im Süden des Landes vorgeschlagen, eine dieser Stationen in der Nähe ihres Rathauses aufzustellen. Derzeit sind bereits fast sechzig Gemeinden dem Aufruf gefolgt und tragen zu diesem einzigartigen Netz bei, das das offizielle Netz von 26 Stationen vervollständigt, die mit Referenzanalysegeräten ausgestattet sind, um die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte zu gewährleisten. Wenn auch Sie sich an diesem Projekt beteiligen möchten, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie sich bis zum 15. August an die Adresse
[1] http://environnement.sante.wallonie.be/home/expert/plan-envies.html




